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Francesco Tristano - Not For Piano Drucken E-Mail
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Sunday, 21. October 2007
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Auf der einen Seite ein virtuoser klassischer Pianist. Auf der anderen Seite, ein junges Musiklabel, „in erster Linie“ elektronisch. Das Ergebnis ist eine außergewöhnliche CD, überraschend, kühn, mitreißend und abgerundet: Not For Piano von Francesco Tristano.
Not For Piano erscheint als erstes Album des Labels InFiné. Das Label wurde 2006 von Agoria gegründet, dem neuen Star des französischen Techno, den der König dieses Genre, Laurent Garnier, als seinen würdigen Thronfolger verkündet. 

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Mit seinen 25 Jahren wird Francesco Tristano Schlimé als einer der aufgehenden Sterne am klassischen Musikhimmel gefeiert. Mit seiner italienischen Mutter in Luxemburg aufgewachsen, lebt er seit 2003 in Barcelona und weist einen beeindruckenden Lebenslauf vor: Gewinner des Concours International d'Orléans 2004 (ein international angesehener Klavier-Wettbewerb, der sich der Musik des 20. Jahrhunderts widmet), Diplom an der erlesenen Juilliard School in New York (an der er von 1998 bis 2003 studiert), Studien an den Konservatorien in Luxemburg, Brüssel und Paris, ... 

Frühzeitig, im Alter von fünf Jahren Klavier beginnt Francesco Tristano Klavier zu spielen. Sein erstes Konzert gibt er mit 13 und seine ersten eigenen Kompositionen präsentiert er zwei Jahre später. Anschließend durchreist er die Welt mit verschiedenen renommierten Orchestern (Das Russische National Orchester, Das National Orchester von Lille, Das Königliche Orchester der Wallonie, Die Luxemburger Philharmoniker, ...) unter der Leitung der größten Dirigenten (Mikhail Pletnev, Claus-Peter Flor, Janos Fürst, ...), zudem nimmt er diverse Alben auf (Ravel – Prokofjew – Schlimé, 2006; Luciano Berio – Complete Piano Works, 2005; J.S. Bach – The Complete Keyboard Concertos, 2004; Goldberg Variations, 2002, ...)

Wenngleich er als Kind Bach, Vivaldi, Scarletti, Berio und Francesconi liebt, entwickelt er schnell ein breit gefächertes Musikinteresse. Er träumt davon, Schlagzeuger zu werden, begeistert sich für Jazz und Improvisationen, für zeitgenössische und elektronische Musik. Er studiert Jazz-Klavier am Konservatorium in Luxemburg und zeitgenössische Musik an der Ecole Supérieure de Musique de Catalogne, parallel verfolgt er seine eigenen musikalischen Projekte, wie die Chicko’s Akoustic Band und The New Bach Players (für die er eine Vivaldi-Adaption – Vier Jahreszeiten für Klavier und Streicher komponiert).
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Als Musikliebhaber mit unstillbarem Endeckungsgeist, beginnt er bald während seiner Konzerte Genres und Epochen zu vermischen, mit Interpretationen und Improvisationen zu experimentieren. Das Publikum hätte konsterniert und entsetzt reagieren können; es ist begeistert.

2005 fügt Francesco Tristano eine neue Abschlussnummer in seine Konzerte ein, dafür bearbeitet er Derrick Mays Strings of Life, den Grundstein der Techno Musik – seine Version ist sanft, ephemer und hypnotisch. Das Label InFiné fällt in seinen Bann, und Agoria nimmt eben dieses Stück in sein Cute & Cult Album auf. Hier bleibt es durchaus nicht unbemerkt, sondern findet überwältigende Anerkennung von den Pionieren der elektronischen Musikszene, unter ihnen Derrick May selbst, Carl Craig, Mad Mike, ...

Mit dem Album Not For Piano nutzt Francesco Tristano die Gelegenheit, sich nach Lust und Laune auszutoben. Mit außergewöhnlicher Reife jongliert er mit klassischer und neuer Musik, Jazz und Techno. Hier findet man Strings of Life wieder (zuvor als Maxi Single erschienen, mit Remixen von Kiki und Apparat), ebenso sind zwei neue Coverversionen elektronischer Musik zu entdecken: Erstens The Bells, die Ravehymne des Amerikaners Jeff Mills in einer fließenden, eindrucksvollen Bearbeitung. Und zudem eine feine und verträumte Version von Overand, ein Titel der Elektro-Helden Autechre, eine von Francescos Kultbands. 
In anderen Stücken offenbaren sich neue Kompositionen, die unter anderem in Zusammenarbeit mit Rami Khalifé und Raimundo Penaforte entstanden sind. Produziert und gemastered wurde das Album von dem mexikanischen Produzenten Murcof, ein Meister der eleganten und melodischen Electronica. Mit Fingerspitzengefühl und Sorgsamkeit gelingt es ihm, feine elektronische Details und einen Hauch magischer Leichtigkeit hinzuzufügen (insbesondere bei AP, eine Hommage an den französischen Komponisten Pascal Dusapin). 

Not For Piano ist ein Album mit starken Kontrasten: eine Musik, die komplex und klar zugleich ist, tiefgründig und unbeschwert, fröhlich (wie die Hit-Single The Melody) und melancholisch (wie Barcelona Trist). Seine glänzende und düstere Schönheit beschwört das Werk des Pianisten Paul Bley herauf (mit dem Francesco oft verglichen wird), die plötzlichen rhythmischen Brüche und der melodische Einfallsreichtum erinnern an den Stil des Italieners Frescobaldi (einer von Tristanos Helden, dem er in Two minds one sound ein Zeichen der Anerkennung zukommen lässt).

Mit der Lust an Herausforderung, vor allem sich selbst gegenüber, führt Francesco uns als Zuhörer auf eine spannende Reise durch die Spielarten der Musik. In der genauen Interpretation zeigt er uns den Platz für Improvisation, klassisches Terrain führt ins experimentelle. Das Album ist ein befreiender Schritt, behutsam und doch unbekümmert, der die Normen bricht aber nie den Respekt vor den Genres verliert. Ein berauschender Balanceakt zwischen den Stilen, der in ungeahnte Höhen führt, sicher und gewandt ohne ins Taumeln zu geraten.

Das Künstlerische Komitee der European Concert Hall Organisation (ECHO) verlieh Francesco Tristano den „Rising Star” 2007. Das “Rising Star” Projekt besteht aus einer Tournee durch die großen Europäischen Konzertsäle (u.a. Kölner Philharmonie) und die Carnegie Hall, New York.

Konzerte gab es aber auch mit Carl Craig auf dem Spring Seven oder mit Murcof auf dem Sonar Festival 2007.

Die European Concert Hall Organisation (ECHO) und die Kölner Philharmonie als ihr Gründungsmitglied machen es möglich: auf dem Weg zu einer Weltkarriere bietet man gemeinsam viel versprechenden Newcomern und Talenten die einzigartige Möglichkeit, ihr Können in den international bedeutendsten Konzerthäusern unter Beweis zu stellen. Wer so das Glück hat, als "Rising star" von einem ECHO-Mitglied vorgeschlagen worden zu sein und zur großen Tournee durch die ECHO-Konzerthäuser aufbrechen kann, der hat alle Möglichkeiten eine erfolgreiche Karriere zu starten .

Artist: Francesco Tristano
Titel: Not For Piano
Label: In-Fine Music
Vertrieb: Alive
VÖ: November 2007


www.myspace.com/francescotristano
www.myspace.com/infinemuzik
www.infine-music.com

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